Striche spazieren führen...

    Christina von Bitter
    Heike Pillemann

      Objekte   
        HinterGlas     
        Malerei   
        Zeichnung



            30. 4. - 28. 5. 2017


               Samstag, Sonntag
               und Feiertag jeweils
               von 14 -19 Uhr




        Christina von Bitter, Morgenblüte

        Christina von Bitter:
           Morgenblüte, 2017
           28 x 45 x 22 cm



       
        Christina von Bitter Kästen

        Christina von Bitter: Objektkästen





        Heike Pillemann Heute Regen

        Heike Pillemann:
          
Heute Regen, 2016
           58 x 83 cm



          Heike Pillemann Wilde Ansicht

        Heike Pillemann:
          
Wilde Ansicht, 2017
           59 x 84 cm




Das beiläufig von Alfred Hrdlicka geäußerte Apercu: mir fällt nichts ein, mir fällt etwas auf, könnte programmatisch für Heike Pillemanns gesamtes künstlerisches Schaffen stehen. Unerschöpfliche Fundgrube ist die alltägliche Welt. Eine Bühne, von aberwitzigen Rollenträgern bespielt, in der Klischees und verquere Szenen oder Hintergründiges geboten sind, bilden ihr Rohmaterial und ihre Anknüpfungspunkte. Es entstehen Zeichnungen und Malereien in Gouache und Kreide auf Papier, großformatig oder als Fragment collagiert, mit untrennbaren Geflechten von Linien zwischen Flächen, rätselhafte Andeutungen und Bilderfindungen.

Ein spannendes Arbeitsfeld eröffnet für Heike Pillemann die Hinterglasmalerei, wo sie souverän zeichnerisches Können einsetzt, gepaart mit lebhafter Malerei. In zuvor aufgebrachte Farbflächen wieder ritzt und schneidet sie im freien Spiel der Formen, erneut andersfarbig hinterlegt. Es entstehen glänzende  Gebilde voller eindringlichem Zauber.

Die leichten und doch kraftvollen Konstruktionen und Gebilde der Christina von Bitter können über ihren Gerüsten wie körperhaft gewordene Linien wirken. Neben Dingen des Alltags, wie Gefäßen, Flugobjekten oder Häusern treten offen gestaltete Figurinen oder Wolkengebilde. Ihre Zeichnungen im Raum, wie sie ihre Umhüllungen nennt, werden durch die Vorstellungskraft des Betrachters ergänzt...

Die Künstlerin gestaltet ihre poetischen, meist lichten Plastiken aus den Werkstoffen Draht und Papier. Die Schwerkraft scheint aufgelöst. Ihre Dingwelt hat, bei aller thematischen Anlehnung an die Wirklichkeit, etwas zutiefst Spielerisches. Die Bildhauerin bildet nicht im platten Sinne ab. Tatsächlich ist ihr Werk konkret und doch abstrakt, scheint es von stets innerer Leichtigkeit, pörös, in ihrer dünnen (Papier)- Haut verletzlich, ist Form und Hülle zugleich.

Schließlich die kleinformatigen Bildkästen, in denen jeweils ein dreidimensionales Gebilde vor einer als Hintergrund dienenden schwarz-weißen Photographie Figur macht.

Heike Pillemann (* 1958) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart. Christina von Bitter (*1965) studierte an der Münchener Akademie der Bildenden Künste und an der Berliner Hochschule der Künste, wo sie auch Meisterschülerin von Lothar Fischer war.

Beide Künstlerinnen leben und arbeiten in München.





aktualisiert am:

27.4. 2017
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