strandprozessionen und berliner pflanzen


        Silke Blomeyer  Malerei
Gabriele Boulanger  Malerei, Plastiken, Künstlerbücher
  Stefanie Neumann  Radierung, Collagen

                     1. - 15.7. 2018


    Samstag und Sonntag jeweils von 14 -19 Uhr geöffnet

    Ausstellungseröffnung am Samstag, den 30.6. von 18 bis 21 Uhr

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      Silke Blomeyer: Ragusa


            Silke Blomeyer: Ragusa, 2008/17
          Acryl auf Leinen, 70 x 85 cm









      Gabriele Boulanger: Die Herzogin von Alba...


           Gabriele Boulanger: Die Herzogin von Alba..., 2015
         Mischtechnik auf Papier, 25 x 34 cm










    Stefanie Neumann: Frühlingsblumen


          Stefanie Neumann: Blumenwiese, 2016
          Radierung mit chine collé, 17,8 x 51,3 cm






Strandprozessionen, das sind Darstellungen von Prozessionen und andererseits Bilder von Menschen an Stränden. Das ist Acryl auf Leinwand von Silke Blomeyer (*1967), die in an der Münchner Kunstakademie bei Rudi Tröger und Jerry Zeniuk studierte und dort auch lebt. 

»Das Ergebnis sind diese gegenständlichen und ungegenständlichen Bilder, gemeinsam ist ihnen der Farbklang, die feste Form und die Dichte. Sie sind in langen Prozessen mit unzähligen Übermalungen entstanden. Ein Bild ist dann fertig, wenn alles klingt und sich bewegt, gleichzeitig aber völlig ruht und in sich geschlossen ist.«

»Das Thema der Prozession... schien mir der richtige Inhalt für mein Farb-und Formvorstellungen zu sein. Es geht in den Bildern immer um eine langsame, oft rythmische Bewegung, die sich sehr gut malerisch darstellen lässt und um Licht und Farbe, die besonders bei den Prozessionen aus dem Mittelmeerraum eine Rolle spielen, ebenso bei den indischen...«

Gabriele Boulanger (*1964) studierte Kunst an der Universität München und zog 2001 nach Berlin. Die Bilder erzählen - niemals eindeutig, oft abgründig - scheinbare Alltagsgeschichten.

Christine Hamel schrieb 1998 über sie: »Das Durchwandern der menschlichen Psyche gleicht in der Malerei von Gabriele Boulanger einem Gang durch die Unterwelt, in der sich die `wild spirits´ des Menschen, die sexuellen, aggressiven, ekstatischen und rituellen entfesseln ... Welch Glück, dass wir die `wild spirits´ von G.B. immer bei uns haben können, und so immer mal schnell einen Blick auf die andere Seite in uns werfen können.«

Gabriele Boulangers Arbeiten leben kompromißlos und direkt vom gestischem Duktus. Ihre kleinformatigen Ölbilder werden belebt von Mensch- und Tierwelten. Das Körperhaft-Sinnliche wird mit hemmungsloser Fabulierlust sowohl krustig auf die Leinwand als auf lasierend aufs Papier aufgetragen, am dichtesten in ihren Mal-Büchern: hermetische Bilderfolgen, die kaskadenhaft den ihnen gesetzten Rahmen sprengen wollen.

Kindlicher Spieltrieb zeigt sich insbesondere in den Kleinplastiken. Hier kombiniert sie mit viel Witz Devotionalien, Puppenköpfe, Felle, Klimbim u.a. mit Spielzeug aus Kunststoff.

Ebenfalls aus Berlin kommt Stefanie Neumann (*1969). Sie absolvierte ihr Kunststudium in Kiel und London, war Stipendiatin in Paris. Hauptsächlich arbeitet sie mit experimenteller Radierung und gemischten Druck- und Maltechniken. 


Grundlage der Bildinhalte sind Geschichten aus dem normalen Leben: Begegnungen, Reisebücher, persönliche Erlebnisse, Trivialitäten und schrill-Exzentrisches aus dem Großstadtleben.

In konzeptionellen Radierserien werden größere Themenkomplexe kontinuierlich über Jahre bearbeitet und weiterentwickelt. Hinter Pop-artigen Grafiken in kräftigen Farben stehen Auseinandersetzungen mit wesentlich menschlichen Zuständen und Umständen.

Zeichnungen in Form von Strichätzungen und Kaltnadel bestimmen die Blätter. In den Auflagen wechselt Papier und Farbe. In den letzten Jahren ist eine obsessive Leidenschaft für das Sammeln historischer Papiere hinzugekommen, die sie in den Hintergrund der Radierungen einarbeitet - Chine Colle. Viel überläßt sie dem Zufall, oder um es mit den Worten von Stefanie Neumann zu beschreiben:

» Ich könnte jeden Arbeitsschritt perfektioniert steuern und jede Linientiefe vorausberechnen, doch wozu ? Jeder Zufall, jeder Fehler verändert und verbessert meine Arbeit. Hier zitiere ich gern Hap Grieshaber mit einem Satz, der für meine Radierung als auch für mein Leben gilt:

`verachtet alle Mätzchen, den eleganten Bluff, aber achtet den göttlichen Zufall und lernt ihn meistern.´ «




aktualisiert am:

29.6. 2018



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